post-title Hummelsterben im Lindenaupark – Das Hummelprojekt

Hummelsterben im Lindenaupark – Das Hummelprojekt

Hummelsterben im Lindenaupark – Das Hummelprojekt

Hummelsterben im Lindenaupark – Das Hummelprojekt

Jeden Sommer sterben an vielen Orten Hummeln in großer Zahl – auch im Lindenau-Park in Großauheim. Eine Projektgruppe ist bei uns entstanden, und macht darauf aufmerksam, was wir für die Hummeln und Bestäuber tun können. Sie informieren und setzen erste Ideen um.

Im Grossauheimer Lindenau-Park liegt jedes Jahr im Hochsommer ein Teppich toter Hummeln, welcher dann per Staubsauger entfernt wird. Komisch, oder?
Das ist erschreckend und hat uns keine Ruhe gelassen. Warum sterben die Hummeln? Durch das Nahrungsangebot der Linden-Bäume sollte das doch nicht passieren.

Das Problem ist, dass es im Hochsommer zu einer Nahrungsknappheit kommt. Die Anzahl blühender Pflanzen nimmt im Juli stark ab, wodurch es für Insekten zunehmend schwieriger wird, ausreichend Nektar und Pollen zu finden.
Der Duft der Linden-Bäume im Park zieht, wie ein Magnet, die schon halb verhungerten Hummeln und Wildbienen aus der Umgebung in Massen an.
Doch die Bäume sind ebenfalls am Verblühen, die Hummel-Völker sind zu diesem Zeitpunkt am größten und die Konkurrenz ist stark. Letztendlich verausgaben sich vor allem die Hummeln auf ihrer Suche und sterben dann aus Nahrungsmangel.

Das Hummel-Projekt möchte den Hummeln im Lindenau-Park mehr Nahrungsquellen bieten, vor allem im Frühjahr und Spätsommer.
Deshalb planen wir bestehende Angebote zu erweitern und neue Winterquartiere zu schaffen. Das geht nur gemeinsam!

Ideen-Geberin ist Susanne Herr. Susanne ist Kopf einer Kerngruppe zur Planung und Durchführung des Projekts.

Durch einen Gewinn bei der Umwelt-Lotterie Anfang des Jahres 2022 können die Ideen nun realisiert werden.

In Rücksprache mit den Beteiligten (u.a. Stadt, Ortsbeirat) werden derzeit Abstimmungen zum Projekt geführt.

Wenn ihr Lust habt, euch mit euren Talenten beim Projekt einzubringen, könnt ihr uns unter der E-Mail hummel@menschen-in-hanau.de erreichen.
Neuigkeiten erhaltet ihr auf dieser Website oder auf Instagram @menscheninHanau

Warum sollte uns das Hummel-Sterben kümmern?

Insekten sind die Basis unserer Ökosysteme. Durch ihre Bestäubung sorgen sie für den Fortbestand von etwa 90% aller Pflanzen. Damit stellen sie einen Großteil unserer Ernährung sicher.

Erschreckenderweise ist innerhalb von 27 Jahren die Biomasse an Fluginsekten in Deutschland um 75 % zurückgegangen (Quelle: Nabu Deutschland).

Bei den Wildbienen, zu denen die Hummeln gehören, ist bereits über die Hälfte der Arten gefährdet. Hummeln sind sogar noch fleißiger als Bienen!
In Deutschland lässt sich die Bestäubungsarbeit laut Forschern der Universität Hohenheim in Stuttgart mit im Mittel 3,8 Milliarden Euro pro Jahr beziffern.

Weltweit kommen sie sogar auf eine Billion US-Dollar, was etwa einem Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft entspreche.
(Quelle: Weather)
Sie sind wichtig für unsere Obstbäume und bestimmte Nutz-Pflanzen werden ausschließlich von ihnen bestäubt (z.B.: Klee, Lupinen, Wicken, Tomaten, Erbsen und Bohnen).

Dass sich im Lindenau-Park vor allem tote Hummeln unter den Linden-Bäumen finden lassen, hat viele Ursachen.:

  • Sie besitzen keine Tanz-Sprache wie die Bienen um sich gegenseitig über Nahrungsquellen zu informieren;
  • sie haben kein Zeitgedächtnis, dass es ihnen ermöglichen würde Nektarquellen zu bestimmten Tageszeiten anzufliegen und
  • vor allem legen sie keine Nahrungsvorräte an.

Selbst mit vollen Magen können sie aufgrund ihres schnelleren Stoffwechsels nur
40 Minuten lang fliegen, bevor sie verhungern.
Ausgerechnet der Spätsommer ist eine kritische Zeit für die Hummelvölker: hier geht es um die Ernährung der Jungköniginnen. Diese sind im nächsten Frühjahr für die Bildung neuer Hummel Völker verantwortlich.

Eine Lösung dafür ist es, Frühblüher für den Frühling und nektarreiche Trachtpflanzen, die vor allem im Spätsommer blühen, in der Nähe der Linden zu pflanzen.

Haben wir Dein Interesse geweckt?, dann meld’ Dich einfach bei uns, um im Projekt mitzuarbeiten.

Schreib uns an, wenn Du mehr Informationen möchtest:

hummel@menschen-in-hanau.de

oder nutzt diese Präsentation (1,3 MB).

Text: Susanne und Anina
4.1 7 Stimmen
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