Wir horten massenweise teure Spezialgeräte/-ausstattung wie Handkreissägen oder Chafing-Dishes, nur um sie für ein einziges Problem zu nutzen und danach jahrzehntelang als Staubfänger zu verwalten. Dieser im Grunde sinnlose Konsumwahn raubt uns nicht nur Geld und Platz, sondern zwingt uns sogar dazu, den wachsenden und seit Jahren nutzlosen Ballast von A nach B zu schleppen. Anstatt den Keller mit „Einmal-Gegenständen“ vollzustopfen, bieten Sharing-Communities die intelligente Lösung: Nutzen statt Besitzen schont die Umwelt und befreit uns vom Zwang des Eigentums.
Museum der Fehlkäufe

Warum erzähle ich das? Weil diese Handkreissäge seitdem ein Schattendasein in meinem Haushalt führt. Sie wird mal hier, mal dort hin geräumt, weil der Platz anderweitig gebraucht wird. Aber Fakt ist, dass ich sie seit diesem Einsatz nie wieder gebaucht habe.

Diese Situation kennst Du auch, oder? Eigentlich total sinnlos und doch so fest in unserer DNA verankert, dass wir das immer und immer wieder machen – ohne darüber nachzudenken. Über die Zeit sammeln sich so viele Sachen an, die man nur einmal wirklich gebraucht hat und einem danach im Grunde nur Platz wegnehmen und das Umzugsvolumen unnötig vergrößern. Genau wie die ganzen parkenden Autos auf der Straße, 
Aber zurück zu den vielen Dingen, die wir zwar besitzen, deren Nutzungsfrequenz den Besitz aber gar nicht rechtfertigen. Wir könnten uns ja auch mehr mit den intelligenten Möglichkeiten auseinandersetzen, die es heute so gibt, wie z. B. die Sharing-Community.
Die Benutzung von Gegenständen in der Gemeinschaft ist dabei wichtiger als der Besitz jedes/jeder Einzelnen.
Ein großer gemeinsamer Werkzeugkasten für ein ganzes Viertel – niemand hat ein so breites Sortiment
Zum Beispiel wird eine Leiter der Gemeinschaft gegen eine kleine Gebühr oder kostenlos zur Verfügung gestellt. Das ist der nachhaltige Gedanke, der Ressourcen und damit die Umwelt schont. Und der am Ende viel Platz in Deinem Haushalt schafft.

Und genau darin liegt der einzige Unterschied zur Anschaffung von Dingen, die Du nur einmal brauchst und danach nie wieder: Du musst die Nutzung im Voraus planen und entsprechende Anbieter in der Nähe ausfindig machen. Idealerweise holst Du den Gegenstand dann zu Fuß oder mit dem Fahrrad ab, wenn das möglich ist, weil dadurch CO2-Emissionen eingespart werden.
Genau wie bei Airbnb, Kleinanzeigen oder ebay musst Du Deine Gegenstände natürlich auf die jeweiligen Plattformen hochladen. Das macht zwar einmal etwas Arbeit, leistet aber einen großen Beitrag zum Ressourcen- und Klimaschutz und damit zum Schutz von uns allen.
Eine Anbieterauswahl
In vielen Gegenden ist das Angebot der ausleihbaren Gegenstände leider noch sehr dürftig. Aber wenn man sieht, wie schnell sich Second-Hand-Plattformen wie Vinted.de oder etsy.com zu Konkurrenten von Kleinanzeigen.de gemausert haben, wird schnell klar, dass hier noch Zeit gebraucht wird und noch viel Mundpropaganda zu leisten ist. Dann wird auch das Angebot in der Fläche steigen.
Also, Du und ich können einen aktiven Beitrag leisten, damit sich das schnell ändert. Wen wirst Du auf die sinnlose Sammlung im Keller oder der Garage und die Miet- und Leihplattformen ansprechen?


Mietzy.com
