Das erste Treffen der Chancenpaten in diesem Jahr zeigte erneut, was das Projekt bewirken kann. Im April trafen sich aktive Patinnen, Paten, Mentees („Patenkinder“), das Projektleitungsteam sowie auch Besuch aus Berlin.
Das gemütliche Stadtteilcafé des Vereins Südlichter e.V. erwies sich als perfekter Ort für das Treffen. Nach der allgemeinen Begrüßung durch Calle (Dr. Karl-Heinz Leister) hatte Erik Rahn das Wort. Er ist schon viele Jahre Projektleiter von „Alt & Jung – Chancenpatenschaften“ für die Bundesarbeitsgemeinschaft Seniorenbüros (BaS) und reiste für das Treffen extra aus Berlin an. Erik Rahn gab Einblicke in das Bundesprogramm „Menschen stärken Menschen“, an dem sich die BaS seit 2016 beteiligt und in dessen Rahmen das Chancenpaten-Projekt von der BaS umgesetzt wird. Ziel der Chancenpatenschaften ist die Integration von geflüchteten Menschen sowie die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe von sozial benachteiligten Menschen, wie auch z.B. von Alleinerziehenden oder Menschen mit geringer Bildung. Überwiegend etwas ältere Menschen unterstützen jüngere Mentees und verbessern dadurch nicht nur die individuelle Situation, sondern fördern damit auch den gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Calle gab anschließend einen Einblick in die aktuelle Situation der Chancenpatenschaften in Hanau. Das Organisationsteam besteht derzeit aus Gerhard Müller, Calle Leister und Katja Sommer. Es kümmert sich um die Berichterstattung, die Gewinnung von Ehrenamtlichen, das Zusammenführen dieser Patinnen und Paten mit den Mentees und um die regelmäßigen Treffen.
Aktuell bestehen 11 aktive Patenschaften. Viele andere Patenschaften, deren offizielle Laufzeit von 2 Jahren bereits vorüber ist, haben aber immer noch einen guten Kontakt und stehen im Austausch miteinander. Dies zeigt, dass die Patenschaften oft auch in ein freundschaftliches Verhältnis übergehen. Interessant auch die Berichte von Calle, bei welchen Anliegen die Patinnen und Paten ihre Mentees bereits unterstützen konnten, wie z.B. bei der Suche und Vermittlung von Praktikumsplätzen, der Hilfe beim Berufseinstieg , die Vermittlung in Hilfsjobs, der Erziehungsberatung, dem gemeinsamen Besuch von Veranstaltungen oder auch beim Autokauf. Ein breites Spektrum – ganz individuell.
Generell helfen die Patinnen und Paten mit Hilfe der Mitglieder des Vereins und seiner diversen Aktivitäten, dass sich die Mentees besser in unsere Gesellschaft integrieren können.
Die Patinnen und Paten sowie Mentees gaben Einblicke in ihre sogenannten Tandems und verdeutlichten, wie sehr ihnen das Miteinander am Herzen liegt. Neben der oft praktischen Unterstützung zählt insbesondere auch das Zwischenmenschliche und die Begegnung.
Danach gab Katja Ausblicke auf die weiteren Planungen. So sind in 2026 noch zwei weitere Treffen mit allen Patinnen, Paten und Mentees geplant, die auch für Interessierte und Gäste geöffnet werden sollen. Eines davon soll möglichst im Freien stattfinden. Das Projektteam der Chancenpaten versucht derzeit, über verschiedene Kontakte und Öffentlichkeitsarbeit neue Patinnen, Paten und Mentees zu gewinnen und zu vermitteln.
Gerhard förderte und moderierte den Austausch untereinander und kümmerte sich um die Pizza – die mit etwas Verspätung just in dem Moment ankam, als sich alle schön für das Gruppenfoto platziert hatten.
Beim Pizza-Schmaus gab es viele Gespräche in entspannter Atmosphäre. Ein informativer und schöner Abend war es.
Wer nun Lust auf eine Patenschaft bekommen hat oder sich als Mentee Unterstützung wünscht, ist herzlich eingeladen, dabei zu sein oder sich einfach mal zu informieren unter chancen-paten@menschen-in-hanau.eu
Ausführliche Informationen zu den Chancenpaten in Hanau findet ihr z.B. unter diesen Links:




