post-title Die abgesagte Katastrophe? Warum wir uns selbst belügen

Die abgesagte Katastrophe? Warum wir uns selbst belügen

Die abgesagte Katastrophe? Warum wir uns selbst belügen

Die abgesagte Katastrophe? Warum wir uns selbst belügen

Bestimmt habt ihr das in den letzten Tagen auch gelesen: „Die Apokalypse fällt aus! Die Klimaforschung hat übertrieben!“ Solche Schlagzeilen verbreiten sich gerade rasant im Internet. Sie klingen beruhigend. Sie geben uns das Gefühl, wir könnten uns entspannt zurücklehnen.

Doch wer das glaubt, fällt auf einen gefährlichen Trick herein. Die Karikatur oben zeigt genau, wo der Denkfehler liegt.

Der Trick mit dem Wort „Weltuntergang“

Warum behaupten gerade so viele Menschen, die Gefahr sei vorbei?

> Die Wissenschaft hat nie eine „Apokalypse“ vorhergesagt. Dieses dramatische Wort wurde von Kritikern erfunden. Warum? Um die Klimaforschung als pure Panikmache und Hysterie darzustellen.

> Jetzt wird diese selbst erfundene Katastrophe feierlich abgesagt. Man tut so, als hätten die Forscher unrecht gehabt.

Das ist in etwa so, als würde ein schwerstkranker Mensch eine Chemotherapie machen. Der Tumor schrumpft, und der Patient sagt plötzlich: „Seht ihr? Der Arzt hat total übertrieben. Mir ging es doch gar nicht so schlecht!“ Er vergisst dabei: Es geht ihm nur besser, weil die Medizin gewirkt hat.

Die nackte Wahrheit: Keine Entwarnung

Die Wahrheit ist: Die extremsten Schlimm-Szenarien sind heute unwahrscheinlicher geworden, weil die Klimapolitik der letzten Jahre endlich Wirkung zeigt. Das ist ein Erfolg des Klimaschutzes, kein Argument dagegen!

Trotzdem verschweigen die Berichte die schlechten Nachrichten:

> Das Ziel, die Erderwärmung auf 1,5 Grad zu begrenzen, ist so gut wie verloren.

> Wir steuern aktuell auf 2,5 bis 3,5 Grad zu.

Das bedeutet keine plötzliche Apokalypse an einem einzigen Tag. Es bedeutet eine Katastrophe in Zeitlupe: Immer heftigere Hitzewellen, vertrocknete Ernten, schmelzende Gletscher und Millionen Menschen, die ihre Heimat verlieren.

Zeit zum Nachdenken

> 1965 haben 3,5 Milliarden Menschen die Erde bewohnt. Die Ressourcen haben gereicht.

> 2022 wurde die Zahl von 8 Milliarden Menschen überschritten. Die Ressourcen reichen nicht mehr.

> Seit 10. Mai 2026 lebt Deutschland auf Kosten anderer.

> Immer mehr Menschen kann nicht bedeuten, immer mehr Konsum. Der Planet gibt das nicht her.

> Aber es wird weiter und ununterbrochen weiter an unserer Lebensgrundlage gegraben. Nur weil wir nicht davon merken, heißt das nicht, dass wir in Sicherheit sind – so wie es gerade überall dargestellt wird. Im Gegenteil, es bestätigt uns in unserem Tun und das wir mit unseren Bemühungen nicht nachlassen dürfen!

Was meint ihr: Lassen wir uns von bequemen Schlagzeilen ablenken, bis alles zu spät ist? Oder hören wir endlich auf die Warnungen und stoppen den Wahnsinn? Oder wie würdet ihr es bezeichnen, wenn ihr an dem Ast sägt, auf dem ihr sitzt?

Eure Meinung interessiert mich: Wie schaffen wir das? Ideen und Anregungen bitte per Email an paulo@menschen-in-hanau.eu.

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