Am 19. August trafen sich wieder viele Interessierte – sowohl welche aus den letzten beiden Treffen als auch einige neue – um sich weiterhin über das Thema „Gemeinsam Wohnen Hanau“ auszutauschen. Das Treffen knüpfte an die ersten beiden Veranstaltungen dieser Art an und setzte den Fokus auf das Thema „Wer hat ähnliche Vorstellungen/Ideen zum gemeinschaftlichen Wohnen?“. Das Ziel war, Gleichgesinnte zu finden und so die Idee weiter voranzubringen.
Eingeladen zu diesem Austausch hatten wieder Annika und Nina von der „Initiative Gemeinsam Wohnen Hanau“. An dieser Stelle ein großes Lob und Dankeschön an Nina, die souverän durch den Abend führte (Annika war leider aus beruflichen Gründen verhindert).
Begonnen wurde der Abend mit einigen organisatorischen Infos, u.a. dass die Initiative jetzt eine eigene Email-Adresse (gemeinsam-wohnen-hanau@posteo.de) besitzt und eine Website angedacht ist.
Als thematischer Einstieg diente ein „Speed-Dating“ in abgewandelter Form: begonnen wurde mit jeweils 2 Personen, die sich gegenseitig eine Frage stellten. Gaben die beiden die gleiche Antwort, gingen sie zusammen weiter, um die nächste Frage mit einer oder mehreren weiteren Personen zu besprechen. Immer wenn übereinstimmende Antworten gegeben wurden, blieben die Personen zusammen, wenn die Antworten unterschiedlich ausfielen, gingen sie alleine weiter zur nächsten Person/Gruppe. Dieses Vorgehen wurde über fünf Runden durchgeführt, die Fragen dazu lauteten:
- Wo soll das Projekt liegen?
- Wünsche ich mir eine eigene Wohnung oder mehr Gemeinschaftsräume wie Küche, Wohnzimmer oder Bad?
- Wie soll die Altersstruktur (generationenübergreifend, alle in meinem Alter, von-bis) sein?
- Wieviel Eigenleistung (z.B. Verwaltung, Handwerkliches) möchte/kann ich einbringen?
- Wie viele Menschen (0-20, 20-50, über 50) sollen dort zusammenleben?
Das Ergebnis des „Speed-Datings“ war, dass sich am Ende eine große Gruppe gebildet hatte, da alle mehr oder weniger die gleichen Vorstellungen hatten. Auch berichteten einige, dass im Laufe der Übung ihre festen Vorstellungen von einer größeren Offenheit abgelöst wurden. Die meisten Interessierten sprachen sich für eine Vielfalt, sowohl von unterschiedlichen Wohnformen (z.B. eigene Wohnung, eigenes Zimmer plus Gemeinschaftsräume) innerhalb eines Projektes als auch von vielfältigen Interessen der zukünftigen Mitbewohner aus. Die Mehrheit der Anwesenden wünschte sich ein Projekt direkt in der Stadt Hanau, gerne mit Natur (z.B. eigener Garten, Park) drumherum sowie eine gute Anbindung an den ÖPNV. Alle waren sich einig, dass der Prozess des „Speed-Datings“ eine geeignete Form war, zuerst angeleitet und dann frei, um sich gegenseitig besser kennenzulernen.
Bei der nächsten Übung sollten sich 3 bis 4 Gruppen in unterschiedlicher Größe intuitiv zusammenfinden, um das „perfekte Wohnprojekt“ auszuarbeiten in Hinblick auf folgende Themen:
- Anzahl Personen / Wohneinheiten
- Lage, z.B. innenstadtnah / außerhalb / bestimmter Stadtteil
- gemeinsam benutzte Anteile, wie z.B. Hof, Garten, Gemeinschaftsraum, Wohnzimmer, Büro, Küche, Bad, vs. eigene Anteile, wie z.B. Wohneinheit, Zimmer.
- Zusammensetzung der Personen, z.B. bestimmtes Alter, Familien mit Kindern, ohne Kinder, Menschen mit Behinderung
- wichtige Ziele, wie z.B. Nachhaltigkeit, Geselligkeit, Bezahlbarkeit, Unterstützung
- Themen, die in der Gemeinschaft keinen Platz haben, wie z.B. Rassismus, Sexismus, Homophobie
- fiktiver Name für das Projekt
Auch hierbei kam es zu einem lebhaften Austausch innerhalb der Gruppen, für den Austausch mit allen fehlte dann jedoch die Zeit. Dies soll beim nächsten Treffen nachgeholt werden.
Und so geht’s weiter:
Das nächste Treffen findet am 14. Oktober, 18:00 – 20:00 Uhr statt (Ersatztermin für den 16. September). Der Ort wird rechtzeitig bekannt gegeben.
Zu diesem Treffen sind alle eingeladen, sowohl die bereits bestehende Gruppe als auch alle, die Interesse am gemeinschaftlichen Wohnen haben oder das Projekt einfach nur unterstützen wollen.
Für die Zukunft sind auch Treffen in anderer Form, wie z.B. ein Stammtisch angedacht.
Fazit:
Wir lernen uns und unsere jeweiligen Vorstellungen immer besser kennen und sind auf dem besten Wege, die Idee vom gemeinschaftlichen Wohnen in Hanau voranzubringen und umzusetzen.


